Geschlechter- und Familienpolitiken 2020
Forderungen an die Bundespolitik

Sachverständigenkommission zur Erstellung des 2. Gleichstellungsberichts der Bundesregierung

In ihrem OFFENEN Brief an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) v. 15.06.2016 kritisieren acht geschlechterpolitische Verbände und Initiativen die Besetzung der Sach- verständigenkommisiion zur Erarbeitung des Zweiten Gleichstellungsberichts der Bundesregierung mit nachfolgend aufgeführten Bedenken:

1) Acht der zwölf Mitglieder der eingesetzten Kommission kommen aus den Bereichen Gender Studies oder bezeichnen sich als Feministinnen. Experten (m/w), die explizit die Lebenswirklichkeiten und Bedürfnisse von Jungen, Männern und Vätern vertreten, sind nicht vertreten.

2) In die Kommission wurden zwei Nichtwissenschaftlerinnen berufen, die ihre Qualifikation mit feministische Aktivistin bezeichnen.


Die Verbände und Initiativen äußern Bedenken und fordern mit Bezug auf das Bundesgleichstellungsgesetz (BGlG), das eine geschlechterparitätische Besetzung wichtiger Gremien auf Bundesebene verbindlich vorsieht:

- die Rücknahme der Besetzung der Kommission

- die Herausnahme der Nichtwissenschaftlerinnen aus der Kommission

- die Neubesetzung der Kommission mit Wissenschaftlern (m/w), die die Lebenssituationen und Interessen beider Geschlechter kompetent und paritätisch berücksichtigen können.


Offener Brief - BMFSFJ - Sachverständigenkommission v. 15.06.2015
Offener Brief - Sachverständigenkommission - 2. Gleichstellungsbericht - 15.06.2015.pdf (655.27KB)
Offener Brief - BMFSFJ - Sachverständigenkommission v. 15.06.2015
Offener Brief - Sachverständigenkommission - 2. Gleichstellungsbericht - 15.06.2015.pdf (655.27KB)